An dieser Stelle möchten wir Sie auf interessante, merkwürdige oder üble Dinge hinweisen, die uns im Alltag begegnen, wie z.B.
Weltagrarbericht: "Das industrielle Modell einer globalisierten Landwirtschaft ist trotz Überproduktion nicht in der Lage, das Grundbedürfnis von Milliarden Menschen nach ausreichender und ausgewogener Ernährung zu befriedigen. Deshalb lautet die zentrale Botschaft des Weltagrarberichtes: Weiter wie bisher ist keine Option!
Die industrielle Landwirtschaft beutet die verfügbaren natürlichen Ressourcen der Erde aus. Sie ersetzt mit Großtechnik und Agrarchemie den Einsatz menschlicher Arbeit durch fossile Energie. Industrielle Landwirtschaft erfordert gewaltige Mengen an Pestiziden und Kunstdünger. Sie verbraucht rund 70 % der weltweiten Süßwasser-Entnahme.
Der Weltagrarbericht räumt mit dem Mythos der Überlegenheit industrieller Landwirtschaft aus volkswirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Sicht gründlich und ehrlich auf. Als neues Paradigma der Landwirtschaft des 21. Jahrhunderts formuliert er stattdessen: Kleinbäuerliche Strukturen, vor allem in Asien, Afrika und Lateinamerika, sind die wichtigsten Garanten und die größte Hoffnung einer sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltigen Lebensmittelversorgung der wachsenden Weltbevölkerung." ( www.weltagrarbericht.de )
Monsanto: Die Agenturen melden, dass Monsanto im ersten Quartal seines neuen Geschäftsjahres einen Verlust von 19 Mio.Dollar gemacht hat, hauptsächlich im Bereich der Unkrautvernichter (Roundup). Die Firma erlangte bereits im Vietnamkrieg traurige Berühmtheit als Produzent von "Agent Orange".
Wenn Sie sich für das Thema Herbizide, Pestizide, gentechnisch manipulierte Landwirtschaft interessieren, finden Sie z.Z. eine Reportage auf Arte TV: "Monsanto, mit Gift und Genen": am 09.01.2010 um 9.55 Uhr (Wh. am 22.01.2010 um 10.00 Uhr) oder direkt im Internet unter http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=3006836.html
Bioethanol: Nach Auskunft der Welthungerhilfe hungern weltweit rd. 1 Milliarde Menschen.
Über 8.000 Kinder pro Tag sterben lt. UNICEF an den Folgen von Hunger.
Da passt doch der Bericht "Maismarkt", den KWS am 17.11.09 für seine Kunden ins Netz stellte:
"Der IGC schätzt, dass im laufenden Wirtschaftsjahr weltweit 124,5 Mio. t Getreide zu Bioethanol verarbeitet werden (Vj: 109,3 Mio. t). Auf US-Mais entfallen davon 108,5 Mio. t (Vj: 96 Mio. t). In der EU sollen 7,6 Mio. t verspritet werden (Vj: 5,4 Mio. t), davon 4,5 Mio. t Weizen, 2,2 Mio. t Mais und 700.000 t Gerste. In Kanada sollen 2,6 Mio. t Mais und Weizen in den Tank gehen, in China 4 Mio. t Mais und 700.000 t Weizen und Sorghum."
KWS ist ein weltweit agierender Saatguthersteller, der gern auch auf seine Geschäftsfelder Energiepflanzen und Gentechnik hinweist.
Rama Cremefine: Viele werden es kennen und vermutlich auch benutzen. Der Hersteller wirbt mit dem Slogan "die leichte Alternative zu Sahne, Crème fraìche und Co."
Auf der Liste der Inhaltsstoffe finden wir u.a. den Begriff "Methylcellulose". Da wir nicht genau wissen, was das ist, suchen wir im Internet und finden bei Wikipedia:
Mehtylcellulose ist der Hauptbestandteil vieler Tapetenkleister. Sie dient aber auch als Verdickungsmittel in Nahrungsmitteln und Kosmetikprodukten. Methylcellulose ist nicht verdaulich.
Ein Hoch auf die Nahrungsmittelindustrie, die es schafft, so etwas auf unsere Tische zu bringen, ohne dass ein Aufschrei der Empörung erfolgt. Na dann: Guten Appetit!